Real Workflow Evidence: Der blinde Fleck im Pharma Market Access
Wir wissen heute immer mehr darüber, wie Therapien bei Patienten wirken.
Aber wissen wir auch, wie sie auf die Versorgung wirken?
Genau hier sehen wir eine wachsende Lücke zwischen klinischer Evidenz und Versorgungsrealität.
Neue Therapien werden vor allem anhand von Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten bewertet. Im Versorgungsalltag entstehen jedoch zusätzliche Effekte, die häufig nicht ausreichend berücksichtigt werden:
- veränderte Pflegeaufwände
- zusätzliche Dokumentationsanforderungen
- neue Abstimmungsprozesse zwischen Berufsgruppen
- Auswirkungen auf Ressourcen und Kapazitäten
- Veränderungen von Abläufen
Die Folge: Der tatsächliche Einfluss einer Innovation auf den Versorgungspfad bleibt oft unberücksichtigt.
Aus Sicht des IWiG braucht es deshalb neben Real World Evidence künftig auch Real Workflow Evidence – belastbare Daten darüber, wie Therapien Prozesse, Ressourcen und Versorgungsstrukturen tatsächlich verändern.
Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur:
„Wirkt die Therapie?"
Sondern zunehmend:
„Wie verändert sie die Versorgung?"
Denn genau diese Antwort wird künftig stärker über Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und erfolgreichen Market Access entscheiden.
IWiG gehört zu Deutschlands top Innovationschampions 2025 aus Forschung / Entwicklung / Wissenschaft, gemäß FOCUS-Business Bestenliste des Verlags Hubert Burda Media.