Prozess-Evaluation

"Ohne Ziel bleibt Veränderung willkürlich und Verbesserung zufällig"

Prozess-Evaluation - die fünfte Phase des Workflow-Management Life Cycles

Sobald es ein Ziel gibt, unterscheiden sich einige Auffälligkeiten von den anderen. Es sind die Auffälligkeiten, die auf dem Weg zur Erreichung des Ziels liegen. Sie sind echte Hindernisse. Die Beseitigung dieser Hindernisse ist nicht optional, sondern zwingend. Die Frage lautet dann also nicht mehr, was könnten, sondern was müssen wir tun?

Bildet in unserem Handlungsmuster das Ziel den Ausgangspunkt, liegt die Konzentration immer auf den Hindernissen, die uns abhalten, dieses Ziel zu erreichen. Kliniken haben Ziele, das ist aber nicht immer ausreichend, um Verbesserungen eine Richtung zu geben. Denn Ziele beziffern das gewünschte Ergebnis, lassen aber in der Regel die Richtung offen, in die der Prozess optimiert werden soll.

Ein besseres betriebswirtschaftliches Ergebnis lässt sich zum Beispiel auf zwei grundsätzlich unterschiedlichen Wegen erreichen. Mehr Umsatz bei gleichen Kosten oder gleicher Umsatz bei geringeren Kosten. Kostensenkungsprogramme unterscheiden sich in ihrer Art aber elementar von Programmen zur Umsatzsteigerung. Aus diesem Grund benötigen wir immer eine Prozesskennzahl, die sich auf den jeweiligen Arbeitsfokus im Prozess bezieht und eine schnelle Rückmeldung ermöglicht. Gute Ziele erfordern ein genaues Verständnis für die Ausgangssituation im Prozess. Definieren Sie nie ein Ziel, ohne vorher eine hohe Transparenz des Prozesses vor Ort zu haben. Nachhaltigkeit im Verbesserungsprozess entsteht nur durch ständiges Anstreben einer neuen Herausforderung. Stellen Sie daher sicher, dass jeder Prozess immer ein nächstes Ziel hat. Das wäre ideal.

Ich wünsche Ihnen einen Happy Flow.

Zum Video: Prozesse: Optimierung und Digitalisierung