IWiG schult Experten für prozessorientiertes Risikomanagement

Das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten verpflichtet Krankenhäuser zur Einführung von Risikomanagement- und Fehlermeldesystemen. Seit Februar 2014 gelten die vom Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verbindlichen für alle Krankenhäuser festgelegten Mindestanforderungen für Risikomanagement- und Fehlermeldesysteme. Demnach müssen die Dokumentation, Analyse, Bewertung, Bewältigung und Überwachung von Risiken gewährleistet sein. Zudem sind die Mitarbeiter entsprechend auszubilden. Ein professioneller Umgang mit Risiken setzt eine gelebte Risikovermeidungskultur voraus und verlangt eine konstruktive Auseinandersetzung aller Klinikmitarbeiter mit diesem Thema.

Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) unter der Leitung von Prof. Dr. rer. oec. Dipl. Soz.-Päd. Michael Greiling, bietet in Kooperation mit der praxisHochschule die softwarebasierte akademische Weiterbildung mit Hochschulzertifikat zum „Certified Risk-Manager in Health Care“ an.

Das Angebot richtet sich an Mitarbeiter aus dem kaufmännischen, ärztlichen und pflegerischen Bereich, die sich auf dem Gebiet des Risikomanagements weiterentwickeln möchten. Als ausgebildete Experten übernehmen die Teilnehmer in ihrer Klinik die zielgerichtete und ressourcenschonende Steuerung risikobehafteter Prozessabläufe, entwickeln Problemlösungsstrategien und begleiten Optimierungsprozesse.

Die berufsbegleitende Weiterbildung vermittelt ein fundiertes, wissenschaftlich evaluiertes und praxiserprobtes Handlungskonzept, um Risiken als Folge organisatorischer Defizite und optimierungsbedürftiger Abläufe systematisch zu managen. Die TeilnehmerInnen erlernen die zielgerichtete Planung, Koordination, Ausführung und Kontrolle von Maßnahmen zur Risikovermeidung mit Hilfe der in diesem Jahr auf der Cebit ausgezeichneten Software-Lösung ClipMed RM Mobil – Der RisikoManager. Die Web-Applikation unterstützt die strukturierte Erfassung, Analyse und Bewertung von Risikomeldungen im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die zu erwartenden Auswirkungen sehr einfach, unter anderem über das eigene Mobil-Telefon. So werden Störungen in der Zukunft bestmöglich vermieden und das Vertrauen von Patienten, Angehörigen und Öffentlichkeit in die Sicherheit der Leistungen gestärkt.

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